Toskanische Gesichter

Die Toskana hat mehr als dreieinhalb Millionen Einwohner – viel Stoff zum Erzählen also. Natürlich sollen hier keine dreieinhalb Millionen Portraits entstehen. Aber doch so viele, daß es ausreicht, um die Toskaner ein wenig näher kennenzulernen. Und um bei allen individuellen Unterschieden vielleicht ein paar Gemeinsamkeiten zu entdecken.

Wer allerdings eine Art "Who is Who" erwartet, wird enttäuscht sein: VIPs überlassen wir den Zeitungen und Illustrierten. Hier geht es um Menschen, denen man in der Toskana auch wirklich begegnet. Und was wäre die Toskana ohne sie?



Raku: Die Magie der Verwandlung
Mara Funghi, Keramikkünstlerin

Der Laden an der Piazza della Chiesa in Sorano fällt auf den ersten Blick kaum auf. Ein kleines Mäuerchen führt darauf zu. Eine einsame Tür in einem mächtigen Eckhaus. Die Tür steht weit offen. Wer einmal einen Blick hineingeworfen hat – und sei es von weitem – , den zieht es wie an Schnüren hinein. ....mehr




Anpacken, bevor es zu spät ist
Alessandro Giustarini, der neue Bürgermeister von Roccalbegna

"Ich höre immer wieder, ich hätte ein Gesicht wie ein Deutscher", sagt er fast entschuldigend. Er wirkt ein wenig scheu, als er sich in der Rathaustür für die Fotos bereithält. Graumeliertes Haar, tadellos sitzender Anzug, ernster Blick. Keinerlei Effekthascherei. Selbstdarstellung ist seine Sache nicht. Das macht ihn symphatisch – wenn es um Öffentlichkeit geht, gebärden sich Politiker bekanntermaßen ganz anders, und sei es nur auf Kommunalebene. ....mehr